Pfotenpflege für den Hund – 5 Tipps wie du deinem Hund die Pfötchen im Winter pflegen kannst!

Hundepfoten richtig pflegen

Pfotenpflege! In diesem Beitrag erfährst du, wie wichtig es ist, die Pfötchen deines Vierbeiners zu pflegen und du bekommst mein Lieblingsrezept “Pfotenbalsam” für beanspruchte Pfoten.

So wie wir uns die Hände eincremen und die Nägel maniküren, ist es genauso wichtig, deinem Hund die Pfötchen sauber und gepflegt zu halten. Die Pfoten tragen den Hund sein Leben lang, wie auch bei uns die Füße tragen. Daher ist es sehr wichtig, diese in Ordnung zu halten und Verletzungen zu vermeiden. Gerade in der kalten Jahreszeit, ist es wichtig die Pfoten deines Hundes zu pflegen.

Aufbau der Pfote

Von der Unterseite betrachtet hat der Hund 5 Zehen, (4 Zehen und eine Daumenkralle) mit jeweils einer Kralle daran. Im mittleren Teil des Vorderfusses befindet sich der Sohlenballen. Dieser trägt das Hauptgewicht des Hundes. Die Ballen sind kräftig verhornt und schützen die Pfote vor verschiedene Untergründe, Fremdkörper und Witterungen. Auch befinden sich dort die Schweißdrüsen und Haare, was bei manchen Hunden Stinkepfötchen auslöst. Unter der Hornschicht befinden sich Fettpolster, die den Druck durch die Bewegung für die Gelenke abfedern. So werden Knochen und Gelenke geschont. Die vordere Pfote ist ein klein wenig größer als die hintere Pfote. Die Zehenzwischenräume haben eine kleine Haut. Bei einem Labrador ist diese deutlich zu fühlen, diese nennt man auch Schwimmhaut. Ebenfalls befinden sich Haare in diesen Zehenzwischenräumen.

Kontrolle der Pfote

Schon von klein an sollte der Hund an die Pfotenpflege gewöhnt werden. Viele Hunde mögen es nicht, an den vorderen Pfoten berührt zu werden. Hier sollte dies unbedingt geübt werden und kann mit in eine Kuscheleinheit eingebaut werden. Kontrolliert werden die Zwischenräume der Zehen, die Zwischenhaut und die Ballen. Auch nach schönen Spaziergängen am Wasser / Strand oder im Wald können sich kleine Steinchen oder ähnliches darin festsetzen. Im Winter ist es wichtig, dass kein Streusalz oder Splitt hängen bleibt.

Pfotenpflege für deinen Hund

Das richtige Werkzeug zur Pfotenpflege

Um Hundepfoten richtig zu pflegen braucht es das richtige Werkzeug. Das erleichtert zum einen ungemein die Arbeit und der Hund muss nicht länger als nötig still halten.

  • Fellschere
  • Krallenschere / Krallenschleifer
  • Pinzette
  • Schermaschine
  • Kleine Wanne
  • Pfotenbalsam

Pfotenplege leicht gemacht

  • Fellschere: Um die überstehenden Haare an den Ballen zu kürzen, empfiehlt sich eine spezielle Fellschere. Diese kann leicht gebogen sein und an der Spitze ist sie abgerundet, um Verletzungen zu vermeiden. Hierbei sei auch zu erwähnen, wenn die Haare zwischen den Zehen zu lang sind, kann der Hund die Bodenhaftung verlieren und rutscht gerne auch mal aus. Aus diesem Grund sollten die Haare an der Pfotenunterseite immer gekürzt werden. In den Haaren verfangen sich auch gerne kleine Steinchen, Zecken und im Sommer die Grannen.
  • Pinzette: Eine Pinzette sollte immer zur Hand sein, um Fremdkörper leicht zu entfernen.
  • Schermaschine: Eine Tierhaarschneidemaschine ist bei langem Fell an den Pfoten eine gute und schnelle Alternative zu einer Schere. Hierbei solltest du aber geübt sein und dein Hund das Geräusch kennen.
  • Krallenschere: Es gibt sie in unterschiedlichen Größen und Stärken. Je nach Krallendicke reicht für kleine Hunde meist eine kleine Schere. Bei großen Hunden mit dicken Krallen braucht es etwas mehr Kraft, um diese letztendlich auch zu kürzen. Es gibt mittlerweile auch Krallenscheren mit einem LED Licht, diese eignen sich besonders bei dunklen Krallen. Hier kann man das “Leben” gut erkennen und beugt so Verletzungen ebenfalls gut vor.
  • Krallenschleifer: Das Prinzip wie eine Nagelfeile, dieser Schleifer rotiert und kann die Krallen so gut kürzen. Da beim Abschleifen eine Wärme entwickelt wird, sollte allerdings immer in kurzen Abständen die Kralle am Schleifer sein.
  • Kleine Wanne: Wenn der Hund arg schmutzige Pfoten hat, kann man die Pfotenpflege damit beginnen, diese in einer kleinen Wanne zu baden oder kurz zu reinigen.
  • Pfotenbalsam: Abschließend zur Pfotenpflege werden die Ballen mit einem Balsam eingecremt, damit diese schön weich und geschmeidig bleiben. Es eignet sich dazu Melkfett, Vaseline oder ein spezielles Balsam für Pfoten.

Fremdkörper entfernen

Sehr häufig tritt ein Hund in kleine Gegenstände wie Glassplitter oder Steinchen oder es findet sich dort eine Zecke. Wenn der Gegenstand mit der Pinzette leicht zu greifen ist, kann dieser entfernt werden. Im Anschluss sollte die Pfote in einem lauwarmen Seifenwasser gereinigt werden und mit einem Antiseptikum versorgt werden. Sollte die Wunde geblutet haben, wird ein dünner Verband angelegt und eine Kindersocke darüber gezogen.

Achtung!
Wenn die Verletzung größer ist oder du bist unsicher bei der Entfernung, ist es angeraten einen Tierarzt aufzusuchen. In einigen Fällen muss die Pfoten unter Narkose behandelt werden und ein Medikament wird vom Tierarzt verabreicht.

Wellness für die Pfoten

Der Abschluss einer Pfotenpflege ist die Ballen einzucremen. So bleiben diese schön geschmeidig und sind vor Einrissen und Austrocknung geschützt. Falls dein Hund auch ein Spezialist ist und das Balsam gleich abschlecken möchte, zieh im Anschluss gleich ein Kindersöckchen über die Pfote.
Auch hilft es manchmal, die Pflegeroutine nach einem ausgedehntem Spaziergang oder Training zu erledigen, der Hund ist in dem Fall meist müde und schlummert danach ordentlich. So kann das Balsam gut einziehen und es werden keine kleinen Fettpfotenabdrücke im Haus verteilt.

Das Rezept für dieses Pfotenbalsam ist nicht nur für Hundepfoten super, sondern auch für deine Finger. Wenn du raue und rissige Stellen hast, kannst du das Balsam auch ganz prima bei dir selbst einsetzen. Die Zutaten für dieses Balsam sind für die Pflege der Haut besonders ausgewählt. Gerade Johanniskrautöl, Calendulaöl und Kokosöl können bei Entzündungen der Haut helfen, sich zu regenerieren und zu heilen. Somit kannst du das Balsam auch auf andere Stellen der Haut verwenden. Geschenktipp: Dieses Pfotenbalsam in kleine Dosen abgefüllt (hier reichen meist 5 oder 10 ml) kannst du auch wunderbar an deine Hundefreunde verschenken.

So leicht kannst du das Pfotenbalsam selbst herstellen.

Pfotenbalsam selbst gemacht

Zutaten für ca 200 ml Balsam:

  • 60 g Kokosöl
  • 20 g Calendula Öl
  • 20 g Johanniskraut Öl {Optional}
  • 10 g Sheabutter
  • 10 g Vitamin E
  • 30 g Bienenwachs

So wird´s gemacht: Alle Zutaten werden abgemessen in einen kleinen Topf gegeben und bei mäßiger Temperatur und unter rühren erwärmt. Es darf nicht kochen oder zu heiß werden. Gerade so das die Zutaten verlaufen und eine durchsichtige Flüssigkeit entsteht. Wenn alles miteinander verrührt ist, schüttest du dein Pfotenbalsam in kleine Glastiegel oder in Salbenkrugen, welche man in der Apotheke kaufen kann. Während der Abkühlphase sollte der Tiegel offen stehen. Die Haltbarkeit beträgt mindestens 1 Jahr.

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